Kriegsparteien
Den Aufständischen standen die Regierung (mit loyal gebliebenen Truppen) sowie sozialistische, kommunistische und anarchistische Gruppen gegenüber. Die europäischen Mächte wie Großbritannien und Frankreich waren offiziell neutral, verhängten aber trotzdem ein Waffenembargo gegen Spanien und hemmten aktiv das antifaschistische Engagement ihrer Bevölkerung. Sowohl das faschistische Italien unter Benito Mussolini als auch Nazideutschland verletzten das Embargo, schickten Truppen und Waffen zur Unterstützung Francos.
Die Antifaschisten erhielten begrenzt Unterstützung durch die Sowjetunion sowie von unterschiedlichsten idealistischen Freiwilligen aus vielen Ländern, zusammen als Internationale Brigaden bekannt. Die amerikanischen Freiwilligen bildeten die Abraham-Lincoln-Brigade, die Kanadier das Mackenzie-Papineau Battalion (die “Mac-Paps”). Unter den bekannteren Ausländern waren Ernest Hemingway und George Orwell, der seine Erfahrungen in Mein Katalonien (Homage to Catalonia) beschrieb. Der Roman Wem die Stunde schlägt (For Whom the Bell Tolls) von Hemingway wurde angeregt durch seine Erlebnisse in Spanien. Egon Erwin Kisch schrieb eine Reihe von Reportagen; Bertolt Brecht “Die Gewehre der Frau Carrar”. Der Fotograf Robert Capa dokumentierte den Kampf der Antifaschisten gegen die Falange. Norman Bethune erlernte hier die Behandlung von Kriegsverletzungen.
Nazideutschland nutzte den Krieg auch als Testfeld für eine neue Strategie, den Blitzkrieg, um die Vorteile von schnelleren Panzern und Flugzeugen, die um diese Zeit verfügbar wurden, ausnutzen zu können. Der spanische Bürgerkrieg war auch das erste Beispiel eines totalen Krieges, wobei das Bombardement Guernicas durch die deutsche Luftwaffe Ereignisse des 2. Weltkrieges vorausahnen ließ